Auf unserer Seite möchten wir Sie über die Themen Wirtschaftskreisläufe und Finanzwirtschaft informieren.

Um wirtschaftswissenschaftliche Vorgänge darstellen zu können, bedient man sich grundlegenden wirtschaftswissenschaftlichen Modellen. Oder auch anders formuliert: Was für die amerikanischen Ureinwohner die Landbrücke (Beringstraße) war, sind für die Volkswirtschaft Modelle, mit deren Hilfe man die Tauschbeziehungen innerhalb einer Volkswirtschaft sichtbar machen kann: Die Ausgangsbasis aller Überlegungen.

Die Idee eines Modells für Wirtschaftskreisläufe geht auf Richard Cantillon zurück. Grundannahme ist, dass Geld- und Güterströme wertmäßig gleich sein (geschlossener Kreislauf), aber in gegenläufigen Richtungen verlaufen. Man kann sich auch den Verlauf von Geld- und Güterströmen sozusagen als Landbrücke denken: Der Hinweg ist von selber Länge wie der Rückweg und bleibt unverändert.

Man fasst Wirtschaftssubjekte, wie die privaten Haushalte und die Unternehmen im einfachen Wirtschaftskreislauf, zu Sektoren zusammen. Die Kreislaufanalyse kann durch verschiedene Methoden darstellen, wie sich die einzelnen Sektoren zueinander verhalten. Als sehr einfach hat sich ein Schaubild mit Richtungspfeilen erwiesen. Präziser jedoch sind kontenmäßige Darstellungen. Auch in Form einer Matrix kann man die Analyse darstellen.

Man kann sich verschiedenen Kreislaufmodellen bedienen, die allesamt ein reduziertes Abbild der realen Tauschbeziehungen sein könne. Das Modell des einfachen Wirtschaftskreislaufs geht, wie bereits dargestellt, nur von zwei Sektoren aus, und kann um viele erweitert werden. Es gibt weiterhin noch das Modell des erweiterten Wirtschaftskreislaufs (inkl. Kapitelsammelstellen), das Modell des vollständigen Wirtschaftskreislaufs (inkl. Staat) und das Modell des vollständigen Wirtschaftskreislaufs in einer offenen Volkswirtschaft (inkl.Ausland).

Aus der Analyse dieser Modelle können Erkenntnisse über die Beziehungen und Interdependenzen der einzelnen Sektoren gewonnen werden. Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung beruht auf dem Modell des Wirtschaftskreislaufs.

Als staatlicher Sektor stellt die öffentliche Finanzwirtschaft einen Teil der Volkswirtschaft dar. Den Überbegriff Finanzwirtschaft kann man in die Faktoren Investition, Finanzierung und Risikomanagement zerlegen. Wie der Begriff bereits vermuten lässt, stehen im Zentrum die finanziellen Belange eines Unternehmens. Von besonderer Wichtigkeit ist die Frage, wie das Unternehmen zu Geldkapital kommt, und für welche Zwecke dieses Kapitel dann genutzt wird. Den Erwerb von Kapital bezeichnet man als Finanzierung und die Anlage desselbigen in bestimmte Projekte als Investition. Die Deutsche Gesellschaft für Finanzwirtschaft fördert finanzwirtschaftliche Forschungen und die Beziehung zwischen Wissenschaft und ihrer praktischen Umsetzung. Auch die Aufgabe internationale Beziehungen zu stärken liegt im Bereich der Deutschen Gesellschaft für Finanzwirtschaft.